Einige Tipps, damit eine lange Autofahrt mit den Kindern in den Süden nicht zur Tortur wird

13.09.2018 / Allgemein
Eine lange Autofahrt mit drei Kindern in den Urlaub bei 36° Außentemperatur schon in Deutschland, ist das wirklich eine gute Idee?  Flugtickets für 5 Personen waren unerschwinglich, wir möchten aber trotzdem gerne das Meer sehen. Mein Mann will nach Spanien, da kann er surfen und er spricht die Sprache. Was machen wir? Fahren wir halt mit dem Auto, dachten wir. Mit drei Kindern, kann doch nicht so schlimm sein. Machen wir halt viele Pausen und der Routenplaner sagt doch auch, dass wir in 14 Stunden da sind.
Wie die Autofahrt mit den Kindern trotz einiger Probleme gut funktioniert hat, verrate ich euch hier. Einige Tricks habe ich auf dieser am Ende doch 24 Stunden dauernden, sehr langen Fahrt mit meinen Kindern gelernt. Die Reise dauerte länger als geplant, so dass wir viel Zeit hatten alle möglichen und auch unmöglichen Sachen auszuprobieren 😊.

Wie aus einer Autofahrt von 14 Stunden 24 lange Stunden wurden

Eines vorweg aus den vom Routenplaner vorausgesagten 14 Stunden Reisezeit wurde eine Fahrt von 24 Stunden. Und 1440 Kilometer im Auto mit Kindern können sehr, sehr lang sein, vor allem, wenn ganz Frankreich mit uns in Richtung Spanien unterwegs ist. Wir haben die Staus und Wartezeiten mit Hilfe einiger alter und neuer Tricks aber gut überstanden.
Wir sind um 19:00 Uhr daheim losgefahren, 30 Minuten später sind wir wieder zu Hause. Wir haben unsere Reisepässe vergessen. Man weiß ja nie, ob man die vielleicht noch einmal braucht.
Okay nun geht es aber wirklich los. Wir hatten die großartige Idee, dass wir losfahren, wenn bei uns normalerweise die Ins-Bett-Geh-Zeit beginnt. Damit dann die lieben Kleinen den größten Teil der langen Autofahrt verschlafen. Eigentlich ein guter Plan, der aber die ersten Stunden nicht funktioniert. Die Aufregung ist einfach zu groß. Irgendjemand muss immer auf die Toilette oder hat Hunger, natürlich nie zur selben Zeit. Wir machen viele Pausen auf den ersten 250 Kilometern dieser Fahrt. Später hat geht es dann aber eigentlich. Wir spielen, und essen und irgendwann sind bis auf den Kleinsten alle eingeschlafen, auch mein Mann…
Meine kleine Nachteule und ich unterhalten uns für die nächsten zwei Stunden mit dem Spiel- wie befreie ich mich am besten aus dem Kindersitz, damit Mama sich so schön aufregt. Endlich ist auch der Kleine eingeschlafen und mein Mann übernimmt das Steuer. Bevor auch ich einschlafe, denke ich noch darüber nach, was wir mit den Kindern machen können, wenn sie wieder aufwachen.

Wie beschäftige ich meinen Nachwuchs auf einer langen Autofahrt?

Was tun, wenn alle Elektrogeräte den Geist aufgegeben haben und die Stimmung im Auto kippt? Nach meiner Erfahrung hilft dann eigentlich nur noch: den nächsten Rastplatz anfahren und die Meute an die frische Luft schicken. Das ist aber auf dieser Fahrt nicht ganz so einfach, da wir schon seit der französischen Grenze Teil einer sich nur langsam fortbewegenden Autokarawane sind. Alle Rastplätze sind überfüllt und es geht nur sehr langsam weiter. Wir müssen uns dringend etwas einfallen lassen, damit wir noch ein bisschen weiterfahren können, ohne dass es auf der Rückbank Tote gibt. Wir singen alle möglichen Kinderlieder, wir versuchen es mit Hörspielen, der Kleinste will aber nur „Kleiner König“ hören und nach einer halben Stunde hat darauf auch Niemand mehr Lust. Autoraten, Kennzeichenraten, Malen alles blöd. Aus lauter Verzweiflung machen wir Auto- Karaoke, jeder darf seine Lieblingslieder in den schönsten Tönen und auch mit völlig falschem Text singen. Es ist ziemlich laut im Auto – aber alle haben Ihren Spaß und wir können noch eine ganze Weile weiterfahren.
Zum Glück kommt da jetzt ein Rastplatz ohne Stau bei der Einfahrt, sogar mit Gratis-Sportangebot, Schatten und einem Entspannungsbereich mit Wifi für die müden Autofahrer. Hier recherchiere ich welche Spiele es für eine lange, lange Autofahrt mit Kindern gibt, während die besagten Kinder die Sportangebote voll ausnutzen und der Mann in der Relaxliege neben mir friedlich vor sich hin schnarcht.
Diese Pause war ein voller Erfolg, da sind wir uns einig. Manchmal hilft eben nur noch frische Luft. Wir haben festgestellt, dass uns allen eine kleine oder größere Pause nach ca. 2 Stunden Fahrzeit gut tut und man trotzdem am Ziel ankommt. Und das sogar viel entspannter. In der Nacht machen wir nur fliegenden Fahrer-Wechsel bei laufendem Motor, damit auch ja kein Kind aufwacht und fragt, ob wir schon da sind.
Hier noch einige Spiele, die ich für eine lange Autofahrt mit Kindern gefunden habe und die wir erfolgreich eingesetzt haben.

Was gibt es für Reisespiele speziell für eine lange Fahrt mit Kindern?

Ausprobiert haben wir so ziemlich alle Spiele, die man sich denken kann. Wir hatten ja schließlich auch 24 Stunden Zeit…
Unsere Favoriten auf dieser Reise:
  • Schiffe versenken, XOX, Käsekästchen und seit die Älteren lesen und schreiben können auch Galgenmännchen
  • Kleinere Kinder haben viel Freude an Fingerspielen mit Singen, verstellten Stimmen, Tiergeräuschen und bemalten Fingerspitzen. Bloß gut, dass uns im Auto niemand hören kann.
  • Spiele, für die man weder Stift noch Papier braucht, z.B. Doppelwörter bilden, hier wird ein Wort vorgegeben so wie Sonne und dann müssen daraus neue Wörter gebildet werden Sonnenschirm, Sonnenliege usw.
  • Ich packe meinen Koffer
  • Ich sehe was, was du nicht siehst- da spielt sogar der Kleine mit, nach seinen Regeln 😊
  •  Kreuzworträtselblocks, das hat uns allen viel Spaß gemacht
  • Sudoko für Kinder und Mandalabücher zum Ausmalen
Im Auto habe ich eigentlich auch im Alltag sowieso immer Hörspiele, Mandalas und Rätselblocks. Für den Kleinen Malbücher, Stifte und Knete.
Was ich auf einem anderen Blog gesehen habe, richtig super fand und auf dieser Fahrt ausprobiert habe, ist dieser Trick: man beklebt ein Servier-Tablett mit Tafelfolie und kann es dann mit bunter Kreide bemalen.
Wir haben eine Rennstrecke für die Autos und einen Zoo für die Playmobil- Tiere gemacht.
Die Sachen fallen nicht so schnell runter und man kann immer neue Bilder erfinden. Wir haben darauf sogar eine Weile mit Duplo gebaut. Dann kam ein Wutausbruch und die schönen Bauwerke sind auf dem Boden gelandet 😊 Aber praktisch ist es auf jeden Fall. Ältere Kinder können es als Unterlage für Puzzle oder die Malsachen nutzen.
Eine weitere wichtige Frage, über die ich mir schon zu Hause Gedanken gemacht habe, ist das Essen für unterwegs. Hungrige Kinder sind nämlich meistens auch schlecht gelaunte Kinder

Welche Snacks packt Ihr für eine lange Autofahrt mit Kindern in den Süden ein?

Schokolade und die geliebten Quetschjoghurts sind für die Hitze doch eher ungeeignet. Gesund soll es sein, möglichst nicht matschen oder zu sehr krümeln und allen schmecken. Eigentlich eine unlösbare Aufgabe, aber Weintrauben, Heidelbeeren, Babybell und Salzbrezen gehen bei uns immer. Für die längeren Pausen an der Raststätte gibt es auch noch belegte Brote, Chips und Äpfel und natürlich viel Wasser- darum auch die ständigen Pipipausen 🙈
Für uns im Cockpit gibt es auch schon mal eine Nussmischung und vor allem viel Cola und Kaffee.
Da ich selber so gerne Süßes esse, packe ich auch noch verschiedene Sorten Fruchtgummis und Quetschtüten mit Fruchtmus ein.
Meistens haben wir nach einer halben Stunde Autofahrt schon alle Snacks aufgegessen und müssen dann doch noch Essen an den Rastplätzen kaufen. Und ohne ein großes Eis fährt hier freiwillig auch niemand weiter.

Wie mache ich es allen Reisebegleitern möglichst bequem auf der langen Autofahrt?

Wir haben zum Glück ein Auto mit 7 Sitzen und wir haben die so aufgebaut, dass einer ganz hinten sitzt und zwei auf der mittleren Bank, so haben alle genug Platz für Beine, schwere Köpfe und es gibt weniger Streit. Zu viel Nähe ist manchmal halt auch nix.
Nackenkissen, Kuscheldecken und Kuscheltiere brauchen wir für die Nacht. Diese werden dann tagsüber gegen kleine Ventilatoren und Wasserflaschen getauscht. Die Ventilatoren sorgen zusätzlich auch noch für ein bisschen Spaß, da man damit die Haare so schön fliegen lassen kann. Bis sich die langen Locken meiner Tochter in einem verheddert haben, da ist der Spaß dann vorbei…
Wir sind angekommen – völlig erledigt, nach 24 Stunden mit unseren Kindern auf engem Raum.
Eigentlich haben aber alle gut mitgemacht, auch der Kleinste. Die vielen Snacks, hundert Mal „ich sehe was, was du nicht siehst“, zig Hörbücher und vor allem die Pausen alle 2 Stunden haben die Fahrt wirklich erträglich gemacht.
Und diese Aussicht entschädigt uns eh erst einmal für alles


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