Alle Jahre wieder: Die Adventskalender- Misere

24.11.2016 / Kolumne

In meiner Kindheit gab es Adventskalender mit Zwei- Quadratzentimeter- Türchen, hinter denen sich Schokolade einfacher Qualität versteckte. Das Highlight eines jeden der 24 Tage war, ein Stiefel, Schlittschuhe oder den Weihnachtsmann als Schoko- Täfelchen dahinter zu entdecken. Heute bekommt man diese Art von Kalendern im Discounter hinterher geschmissen. Ich frage mich, wieso sie überhaupt noch produziert werden, brauche ich meinen Kindern damit gar nicht erst kommen.

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Weihnachtskalender werden zum Schicksal junger Eltern

Zugegebener Maße bin ich auch selbst Schuld an der Weihnachtskalender- Misere. Vor Freude über das Erstgeborene und das Heim, das wir uns geschaffen hatten, fing ich schon im Stillalter mit einem Kalender an, den ich über dem Gitterbettchen drapierte. Daran hingen 24 Säckchen gefüllt mit Baby- Goodies von DM. Mehr eine Freude für die jungen Eltern, als für unseren Sohn, der noch nicht mal Laufen konnte. Kinderlose Freunde hielten uns insgeheim für bescheuert, zu Recht. Und so nahm das Schicksal nahm seinen Lauf.

Habt Acht vor der Adventskalender- Falle!

Im zweiten Jahr, unser Sohn konnte noch nicht sprechen, füllte ich den Kalender mit Bauklötzen und altersgerechten Duplo Steinen. Erst in seinem dritten Lebens- und Weihnachtsjahr ließ ich mich zur klassischen Süßigkeitenvariante des Kalenders mit Schokolade hinreißen. Dabei gab ich mir große Mühe, jede Schokoladensorte höchstens zwei Mal zu verwenden: Schokobons, Kinderriegel, Schoko- Lollies… Unser Sohn liebte diesen süßen Kalender augenscheinlich am Meisten, auch wenn er mit drei Jahren noch nicht den Sinn und Zweck verstand: Das Wissen um die süße Überraschung am Morgen trieb ihn noch früher als sonst aus dem Bett, um Fünf. Das Unverständnis darüber, nicht alle Säckchen auf einmal vernaschen zu dürfen, trieb ihn in 24 Trotzattacken bis Heiligabend und uns Eltern in den Wahnsinn.

Individuelle Befüllung von 24 Säckchen verlangen Eltern oftmals sich selbst ab

24 Säckchen machen 24 Trotzattacken bis Heiligabend

Trotz dieser verhängnisvollen Vorweihnachtszeit, ließ ich mich im kommenden Jahr wieder darauf ein, einen Adventskalender zu füllen. Ich besorgte ein buntes Potpourri an kleinen Überraschungen für einen Vierjährigen: Badetabs, Flummi, Matchbox Auto, Knete, Zubehör für den Kaufmannsladen usw. Mein zuckerfreier Kalender bescherte mir ein reines Gewissen und wurde ein voller Erfolg, nur in meinem Portemonnaie herrschte schon vor Nikolaus Ebbe.

Von Schokoladentafeln zum Playmobil- Kalender

Umso dankbarer war ich, als ich im Folgejahr bei Karstadt einen Playmobil- Kalender erspähte, der trotz Vorweihnachtszeit zu 50% reduziert war. Kein Wunder, dass Karstadt bald pleite ist. Verhältnismäßig günstig und insbesondere die Vorbereitungszeit verkürzend, griff ich zu. Nun haben Kinder mit fünf Jahren ein außerordentlich gutes Gedächtnis und so stand ich wiederum ein Jahr darauf vor der Forderung, den Playmobil- Kalender übertreffen zu müssen: „Mama, ich will einen Lego Shima- Kalender wie Theo!“

Der Schokoladenkalender von heute hat Rang und Namen

Am Ende bin ich selbst Schuld…

Im Prinzip ist es mit den Adventskalendern wie mit allem anderen rund ums Kind, von Kindergeburtstagen bis Ostergeschenken: Eltern sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, weder von der Industrie, noch von benachbarten Familien. Vielleicht gönne ich mir stattdessen in diesem Jahr einen eigenen Kalender, mit sündhaften Pralinen, hochkalorisch und Eierlikör- Füllung. Mal sehen. Jetzt muss ich aber erstmal in den Schreibwarenladen, um meinem Erstklässler 24 klitzekleine Radiergummis, Anspitzer, Schablonen, Aufkleber, und Filzer zu besorgen…



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