Mütter contra Winterviren – Ein Kampf gegen Windmühlen

27.01.2017 / Kolumne

Wir schreiben Donnerstag, den 22. Dezember 2016, 16.55 Uhr. Ich sitze mit 13 anderen Müttern und zweijährigem Geschwisterkind auf dem Schoß in „Helgas Musikzirkel“. In der Elternstunde kurz vor den Weihnachtsferien haben wir Gelegenheit uns davon zu überzeugen, dass sich die investierten Summen auch lohnen. Dann geht es los, zwölf Kinder geben 45 Minuten alles: Elf von ihnen singend, Eins von ihnen hustend.

Krankes Kind, was nun?

Allergisches Asthma? Pseudokrupp? Chronische Bronchitis? Hoffentlich abklingend! Die besorgten Blicke der umliegenden Eltern treffen sich. Genervte Gesichter. Kopfschütteln, Unverständnis. Das Kind kann kaum ein Lied singen, ohne mindestens drei Mal vor Husten zu unterbrechen. Nur die eigenen Mutter scheint das nicht zu bemerken, applaudiert begeistert. Was macht man in so einem Fall? Wäre es nicht Aufgabe von Helga, etwas zu sagen? Eine Mutter auf dem benachbarten Stuhl mir raunt mir zu: „Nur gut, dass meine Frederike weit weg von DEM da sitzt, wir wollen doch über Weihnachten wegfahren!“

„Wir haben Influenza, Scharlach & Hand-Mund-Fuss“

Situationen wie diese begegnen uns derzeit permanent. Kinder mit grünen Rotzblasen an der Nase kommen mir morgendlich in der Kita entgegen, kaum, dass ich das Warnschild „Wir haben derzeit Influenza, Scharlach & Hand-Mund-Fuss Krankheit“ am Eingang passiert habe. Der Große erzählte mir wiederum kürzlich beim Abendessen, dass sich sein Banknachbar in der ersten Stunde ins Waschbecken des Klassenraumes übergeben habe, dann ein weiteres Mal in der Turnhalle (zweite Stunde) und letztlich in Mathe (Beginn vierte Stunde) bevor ihn seine Mutter endlich abgeholt habe. Mir war der Appetit vergangen, hysterisch wie hilflos schrieb ich meiner WhatsApp Elternvertreter- Mutti- Gruppe, ob es keinen Erste- Hilfe- Raum in der Schule gebe, um offensichtlich leidende Kinder zu separieren…

Von Rotzblasen und Kotzphasen

Es kam, wie es kommen musste. Pünktlich vom 23. auf den 24. Dezember 2016 wurde unsere Mittlere krank. Im zehn Minuten Takt hing sie über der Kloschüssel, wie mir mein Mann am Telefon mitteilte, während ich mich auf einem Klassentreffen an meine Bierflasche klammerte und mir einredete, ICH würde es bestimmt nicht bekommen. Der Norovirus befiel uns reihum, Weihnachten 2016 fiel komplett aus. Ich erspare die Details, aber wir mussten den familiären Notstand ausrufen. Alle Verabredungen mit Verwandtschaft und Freunden über die Feiertage wurden abgesagt. Kurz vor dem 31.12. erwischte es mich ein zweites Mal, ohne Witz! Unfassbar. Die Silvestersause mit Freunden wurde wegen einer Hochschwangeren unter den Gästen abgesagt, zu risikoreich. Meine Familie befand sich in Quarantäne, abgeschottet: Fünf Personen für fünf Tage auf 120 Quadratmetern, unvergessliche Feiertage liegen hinter uns.

Wie schützt man sich am Besten?

Nun ist die Schuldfrage müßig. Nicht zwangsläufig muss das Unheil aus dem Musikkurs oder der Schule gekommen sein, Viren, Bakterien & Co lauern ebenso im Supermarkt und U-Bahn. Aber wie schützt man sich am Besten? Manche Mütter lassen ihre Kinder gefühlte 75% des Winters einfach daheim. Man mag es als vorsichtig oder vorbildlich bewerten, diese Strategie geht jedoch nur für Hausfrauen oder Selbstständigen auf. Am anderen Ende der Fahnenstage bewegen sich knallharte Mütter mit 120% Vollzeitjob. Sie stecken ihre Kinder noch mit IBU Saft in Kita und Schulen, komme, was wolle. Ich bin der Meinung, man muss einen Mittelweg finden. Ich kann mit drei Kindern nicht jedes Mal krank machen, wenn nur die Nase läuft. Man härtet ja auch ab.

Krank mit Kind im Winter

Rückblickend versuche ich unser Weihnachtsdesaster 2016 positiv zu sehen: Ich habe den Winterspeck wieder runter, zum ersten Mal seit Jahren ein 600-Seiten Roman gelesen, ein 1.000-Teile- Puzzle gepuzzelt und so viel mit den Kindern gespielt, wie lange nicht mehr. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken und bin zu der Überzeugung gelangt, mein Soll in diesem Leben erfüllt zu haben: Ein zweites Mal mit Magen-Darm-Infekt an Weihnachten, das kann uns nicht passieren. Oder?!



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