Die Wahrheit über WhatsApp- Mutti- Gruppen

15.12.2016 / Lifestyle

Mit Blick auf mein Smartphone, welches immer in Reichweite ist, um die 24- Stunden Erreichbarkeit als Dreifach- Mutter zu gewährleisten, bin ich derzeit Mitglied in 25 WhatsApp Gruppen. Sie tragen Namen wie „Paulines Prinzessinnen Party“, „Mädels on Tour“ oder „Nun sind wir komplett“ und lassen mich Teil einer Mütter- Gemeinschaft werden, digital und höchst aktiv.

Wir lästern nicht, wir stellen nur fest!

Während ich bei Facebook mit persönlichen Daten sehr zurückhaltend bin, verhalte ich mich bei WhatsApp umso aktiver. Obgleich ich weiß, dass WhatsApp zu Facebook gehört, poste ich in meinen WhatsApp Chats locker flockig Handysnapshots und kommuniziere Intimstes. Somit kann Big Brother anhand meiner WhatsApp- Chats wirklich einiges über die Spezies Mutter erfahren!

WhatsApp- Mütter sind die schlimmsten

Mit Kindern im Krippen- bis Vorschulalter und Mitglied im Verein einer Eltern- Initiativ- Kita  gehöre ich zu folgenden fünf WhatsApp- Gruppen „Kita Gang“, „Kitagruppe Maxis“, „Ehemalige RhG- Kita- Eltern“, „Elternvertreter Grundschule“ und „Vorstand KiTa“. Ich bin kommunikations- und kontaktfreudig wie engagiert und somit eigentlich selbst Schuld, an den permanent eingehenden WhatsApp- Nachrichten. Aber im Kreise der relevanten Netzwerk- Muttis muss man auf dem Laufenden sein, nicht nur, was Personalplanung in Schule und Kita angeht, auch wie es aktuell mit dem Ehekrach bei den Wendts steht.

Spannender als Desperate Housewives

Manche WhatsApp- Mutti Gruppen sind jedenfalls spannender, als jede Folge von Desperate Housewives. Ein Umstand, den mein Mann nicht nachvollziehen kann. Muss er auch nicht. Abends schalte ich mein Smartphone lautlos, damit er nicht gestört wird, wenn während der Tagesschau zwanzig Nachrichten eingehen, in denen sich Muttis über die Halloween- Kostümplanung oder die aktuellen Tchibo- Matschosen austauschen. Manchmal bin aber selbst ich genervt und nicht in Stimmung für abendfüllende Chats. Wenn sich von 22 bis 23 Uhr über die Notwendigkeit der Weihnachtsgeschenke für die Erzieherinnen ausgetauscht wird. Oder sich einen Abend vor Nikolaus über die Handhabe des Süßigkeitenkonsums in der Kita echauffiert wird. Oder samstagabends über die Frage des „Wohin am Wandertag in drei Monaten?“ im WhatsApp- Chat beratschlagt wird. Tut das wirklich Not? Manche Fragen gehören m.E. besser auf den nahenden Elternabend.

Missverständnisse unter Muttergemütern

Insbesondere bei heiklen Themen wie Erziehungsfragen muss ich mich oft zurückhalten und gut abwägen, was ich poste. Impulsive Kommentare können nur allzu leicht zu Missverständnisse unter aufgeheizten Muttergemütern führen. Wenn ich manchen Morgen Dutzende neue Nachrichten im WhatsApp- Chatverlauf zu „Schnullerfee – ja oder nein?“ finde, bin ich kurz davor, mich einfach abzumelden. Eine Entscheidung, die jedoch von mancher Mutti falsch verstanden und übel genommen werden könnte…

Kreative Namen unter WhatsApp Muttigruppen

Abgesehen von den offiziellen Muttigruppen, habe ich auch in einigen WhatsApp- Mutti- Gruppen meine Teilnahme bestätigt, die unter Sport und Freizeit fallen. Sie heißen „LaufMamaLauf“, „Nähkurs bei Anna-Maria“ und „Yoga & More“. Oder die Art von Gruppen, in denen sich Mamas wie ich versuchen, nach 19 Uhr zu treffen. Diese Gruppen tragen kreative Namen wie „Mamas Abend“, „Moms Just Wanna Have Fun“ oder „Girls Night Out“. Da die Wahrscheinlichkeit unter Müttern gen Null geht, dass einstimmig ein Abend gefunden wird, an dem wirklich alle Kinder gesund sind und alle Männer Lust und Zeit haben die Kinder freiwillig zu betreuen, geht es in diesen Gruppen vornehmlich erstmal wochenlang darum, überhaupt einen geeigneten Termin zu finden. Meiner Erfahrung nach, sollte hier auf Doodle umgestiegen werden, da ansonsten kein Abend gefunden wird, bis die Kinder Volljährig sind. Oder das „Glühweintrinken“ muss auf Ostern verlegt werden…

Peinlich, wenn’s der Falsche liest

Komme ich zum Abschluss noch zur schönsten Anekdote im Zusammenhang mit den WhatsApp- Mutti Gruppen: Dem Absenden einer Kurznachricht an einen falschen Empfänger. Lustig, wenn es anderen passiert. Abgrundtief peinlich, wenn es einem selbst passiert. So sind kürzlich 41 Teilnehmer der WhatsApp Gruppe „Junggesellinenabschied Nadine“ in den Genuss einer Liebesbekundung von mir gekommen, die eigentlich an meinen Mann gehen sollte. Glücklicher Weise nur in Textform, wirklich an ihn und ohne bloßstellendes Foto. Den Rest überlasse ich Eurer Mutti- Fantasie… Happy WhatsApp!



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